Zungenrollen
Haarfarbe
Augenfarbe
Ohrläppchen
Geschlecht
Sommersprossen
Haaransatzlinie
Haarform
Fingerglieder behaart
Rückbiegen
des Daumes
Blutgruppe
Grösse
Wangengruebchen
Haarfarbe
Dunkle Haare werden dominant vererbt. Doch es ist durchaus möglich, dass ein Baby einen Mittelton zwischen der Haarfarbe der Eltern bekommt. Wenn beide Eltern die gleiche Haarfarbe haben, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Baby mit einer ähnlichen Haarfarbe bekommen.
Überraschungen können insbesondere bei Eltern mit unterschiedlichen Haaren auftreten: Dies passiert, wenn ein rezessives Farb-Gen durchkommt und sich mit einem anderen Gen vermischt. So kann ein Elternteil mit schwarzen Haaren durchaus ein blondes Gen in sich tragen und mit dem blonden Gen des anderen Elternteils vermischen. Das Resultat ist ein blondes Kind - obwohl ja eigentlich dunkle Haare dominant vererbt werden.
Bei roten Haaren dachte man früher, sie wären rezessiv doch inzwischen nimmt man an, dass sie dominant gegenüber blond sind. Vielleicht sind Sie auch rothaarig und wissen es nicht, weil ein stärkerer Braun- oder Schwarzton dies überdeckt.
Manchmal ändert sich die Haarfarbe eines Kindes in den ersten Lebensjahren.
Augenfarbe
Die Augenfarbe wird von mehreren verschiedenen Genen beeinflusst. Wäre es anders, gäbe es nur drei Augenfarben: braun, blau und grün. Tatsächlich aber gibt es Menschen mit grünen Augen, die braune Flecken aufweisen oder blau-graue Augen usw. Die Augenfarbe weist also viele verschiedene Schattierungen und Musterungen auf und manche Menschen haben sogar an jedem Auge eine andere Farbe. Immer häufiger wird daher die Iris zur Identifikation von Menschen benutzt.
Dunkle Augen enthalten viel Melanin (dunkles Pigment) und blaue Augen wenig. Verschiedene Gene sind für die Vererbung der Menge an braunen Pigmenten verantwortlich. Es gibt so viele Variationen, dass es durchaus möglich ist, dass Eltern mit blauen Augen Nachwuchs mit braunen Augen bekommen.
Ohrläppchen
Menschliche Ohrläppchen können frei
(frei hängend vom Kopf) oder angewachsen sein. Angewachsene Ohrläppchen sind genetisch rezessiv, freie sind dominant. Die dominierenden, freien Ohrläppchen kommen in der Bevölkerung doppelt so häufig vor wie die angewachsenen.
Früher sagte man, dass Menschen mit angewachsenen Ohrläppchen unehrlich und kriminell veranlagt sind.
Menschen mit hängenden (fleischigen) Ohrläppchen gelten zum Beispiel als sinnlich.
Ausserdem waren angewachsene Ohrläppchen im 3.Reich ein Zeichen für Nichtariern.
Kindern sagte man, sie sollen darauf achten, es wären Juden.
behaartes Fingerglied
Ob das mittlere Fingerglied behaart ist oder nicht, wird dominant vererbt.
Wangengrübchen
Der Begriff Grübchen bezeichnet allgemein kleinere, muldenförmige Einbuchtungen. Dieses Merkmal wir dominant vererbt
Haaransatzlinie
Ein spitzer Haaransatz ist ein absteigender V-förmiger Bereich in der Mitte des Haaransatzes oberhalb der Stirn.
Das Merkmal des spitzen Haaransatzes wird dominant vererbt. Das Allel spitzer Haaransatz dominiert über das Allel gerader Haaransatz“.
Während in den allermeisten Fällen ein spitzer Haaransatz ein völlig normales genetisches Merkmal wie beispielsweise Rothaarigkeit oder angewachsene Ohrläppchen ist, sind einige sehr seltene Erbkrankheiten mit dem Phänotyp spitzer Haaransatz verbunden. So gibt es eine offensichtliche Beziehung zwischen Hypertelorismus (großer Augenabstand) und spitzem Haaransatz.
Sommersprossen
Die Neigung zu Sommersprossen wird dominant vererbt. Besonders häufig sind sie bei Menschen mit heller Haut zu finden. Manche Blonden oder Rothaarigen haben Sommersprossen das ganze Jahr über. Andere dürfen sich mit ihnen nur in den Sonnenmonaten schmücken. Denn sie kommen nur, wenn die Sonne scheint. Typischerweise bilden sie sich im Gesicht, auf den Händen und an den Oberarmen. Zum Winter verblassen sie meistens wieder.
Grösse
Für eine grobe Einschätzung der endgültigen Körpergröße Ihres Kindes gibt es eine Formel:
Bei Mädchen: Körperlänge der Mutter + Körperlänge des Vaters mal 0,5 minus 6cm
Bei Jungen: Körperlänge der Mutter + Körperlänge des Vaters mal 0,5 plus 6cm
Aber die Genetik wäre nicht was sie ist, wenn sie nicht auch unberechenbar wäre. Diese Formel ist nur eine Schätzung und es kann durchaus sein, dass Ihre Tochter beiden Eltern deutlich über den Kopf wächst und sogar ihren Bruder überholt.
Auch die Ernährung und Gesundheit Ihres Kindes beeinflussen seine Körpergröße.
Geschlecht
Jede Eizelle der Frau enthält ein X-Chromosom. Der Mann hingegen produziert zwei Arten von Spermien: Die eine Hälfte enthält ein X-Chromosom, die andere Hälfte ein Y-Chromosom. Deshalb wird das Geschlecht eines Menschen im Moment der Befruchtung bestimmt. Dringt ein Spermium mit einem X-Chromosom in die Eizelle ein, trägt der Embryo zwei X-Chromosomen und entwickelt sich zum weiblichen Organismus. Befruchtet dagegen ein Spermium mit einem Y-Chromosom die Eizelle, ist das Ergebnis XY und es entwickelt sich ein männlicher Organismus.
Die Geschlechtsbestimmung bleibt zufällig. Eine 50:50-Chance für weiblich oder männlich.
Blutgruppe
Blutgruppen vererben sich kodominant zueinander d.h. die Allele A und B verhalten sich weder dominant noch rezessiv zueinander, sondern quasi "gleichberechtigt", daher ist die Blutgruppe AB auch eine eigene Blutgruppe. Nur 0 ist rezessiv gegenüber A und B.
Rückbiegen des Daumens
Das Rückbiegen des Daumes ist ein Merkmal, welches rezessiv vererbt wird.
Zungenrollen
Zungenrollen ist die Fähigkeit, die Zunge durch Hochwölbung der seitlichen Ränder röhrenartig zu rollen.
Der Anteil der Zungenroller in der Bevölkerung liegt zwischen 65 und 81 Prozent, wobei der Anteil bei Frauen geringfügig höher als bei Männern ist.
Mehr